Das war die Erwerbsimkermesse 2025
Ein erstes großes Highlight des heurigen Jahres für viele Imkerinnen und Imker war die 55. Fachtagung des Österreichischen Erwerbsimkerbundes in Wels. Im Mittelpunkt standen eine Podiumsdiskussion über die Erwerbsimkerei im Spannungsfeld zwischen Produktionskosten und Honigmarkt sowie bevorstehende Herausforderungen wie die Asiatische Hornisse und die Tropilaelaps-Milbe.
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Agrar-Landesrätin Langer-Weninger folgte der Einladung des Österreichischen Erwerbsimkerbundes
Nach den einleitenden Worten von Wolfgang Pointecker, Präsident des Österreichischen Erwerbsimkerbundes und der Podiumsdiskussion, richtete auch Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger Begrüßungsworte an die Teilnehmer:innen. Im Anschluss führte der Präsident die Gäste durch die Ausstellerhalle, die mit mehr als 100 Ausstellern beeindruckte. Während des Rundgangs wurden neue Kontakte geknüpft, Netzwerke aufgebaut und zahlreiche Ideen für zukünftige Projekte entwickelt.
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Podiumsdiskussion Erwerbsimkerei im Spannungsfeld von Produktionskosten und Honigmarkt
Zum Auftakt gab Johann Mayr, Erwerbsimker aus Pasching, Einblick in die Absatzmärkte für heimischen und importierten Honig. Die präsentierten Zahlen stammen von NelsonIQ Market Track und zeigen, wie viel Honig – sowohl bio als auch konventionell produziert – über den österreichischen Handel verkauft wurde. Dabei lässt sich ein klarer Trend erkennen: Die Preise sinken tendenziell, während der Anteil ausländischen Honigs zunimmt.
Anschließend startete die Podiumsdiskussion, in der unter anderem das Thema Honigverfälschung und deren Analysemethoden im Fokus stand. Um Verfälschungen nachzuweisen, wurde eine neue DNA-Analyse-Methode vorgestellt. Das Labor Sinsoma in Tirol und das estnische Labor CELIVA untersuchten Referenzproben von Honigen aus dem österreichischen Handel. Diese Technik ermöglicht es, ein spezifisches Profil für echten Honig zu erstellen und Unregelmäßigkeiten zu identifizieren. Doch obwohl die DNA-Analyse vielversprechende Ergebnisse liefert, ist sie noch nicht offiziell anerkannt – ein Punkt, den Kritiker nutzen, um ihre Gültigkeit infrage zu stellen.
Die Teilnehmenden waren sich einig: Immer wieder wird Honig verfälscht und mit minderwertigen oder künstlichen Substanzen gestreckt. Die entscheidende Frage ist, ob es sich hierbei um organisiertes Verbrechen und gewerbsmäßigen Betrug handelt. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob sich die DNA-Analyse als verlässlicher Standard etabliert und ob der Markt konsequent auf die Herausforderung der Honigverfälschung reagiert. Eines steht fest: Der Druck auf Produzenten, Händler und Behörden wächst. Österreichischer Honig steht für höchste Qualität. Die wachsende Aufmerksamkeit der Konsumenten verändert den Markt. Echter österreichischer Honig kann mit importiertem Honig konkurrieren – jedoch nicht mit verfälschtem.
Anschließend startete die Podiumsdiskussion, in der unter anderem das Thema Honigverfälschung und deren Analysemethoden im Fokus stand. Um Verfälschungen nachzuweisen, wurde eine neue DNA-Analyse-Methode vorgestellt. Das Labor Sinsoma in Tirol und das estnische Labor CELIVA untersuchten Referenzproben von Honigen aus dem österreichischen Handel. Diese Technik ermöglicht es, ein spezifisches Profil für echten Honig zu erstellen und Unregelmäßigkeiten zu identifizieren. Doch obwohl die DNA-Analyse vielversprechende Ergebnisse liefert, ist sie noch nicht offiziell anerkannt – ein Punkt, den Kritiker nutzen, um ihre Gültigkeit infrage zu stellen.
Die Teilnehmenden waren sich einig: Immer wieder wird Honig verfälscht und mit minderwertigen oder künstlichen Substanzen gestreckt. Die entscheidende Frage ist, ob es sich hierbei um organisiertes Verbrechen und gewerbsmäßigen Betrug handelt. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob sich die DNA-Analyse als verlässlicher Standard etabliert und ob der Markt konsequent auf die Herausforderung der Honigverfälschung reagiert. Eines steht fest: Der Druck auf Produzenten, Händler und Behörden wächst. Österreichischer Honig steht für höchste Qualität. Die wachsende Aufmerksamkeit der Konsumenten verändert den Markt. Echter österreichischer Honig kann mit importiertem Honig konkurrieren – jedoch nicht mit verfälschtem.
Asiatische Hornisse – Aktuelle Situation der Ausbreitung in Deutschland - Bianca Düventaster
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) wurde 2014 erstmals in Baden-Württemberg nachgewiesen und breitet sich seither rasant aus, insbesondere entlang von Flussläufen. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit beträgt etwa 60 km pro Jahr. Die Königin überwintert in Totholz/Laub und baut im Frühjahr ein Primärnest in bodennahen Strukturen wie Gebüschen, Gartenhäusern oder Kanaldeckeln, bevor das Volk später ein größeres Sekundärnest in höheren Bäumen anlegt. Ein Hornissenvolk kann jährlich bis zu 20 kg Insekten fressen – das entspricht rund 110.000 Honigbienen. Die Hornissen jagen gezielt vor Bienenstöcken, was den Sammelflug der Bienen beeinträchtigt und die Völker stark schwächt. Neben Insekten ernähren sie sich von Honigtau, Nektar, Honig und reifen Früchten. Besonders im Herbst suchen sie gezielt Efeuhecken auf, da diese neben kohlenhydratreicher Nahrung auch zahlreiche Insekten (u.a. auch die Efeu-Seidenbiene) anziehen, die als Proteinquelle dienen.
Frühzeitiges Monitoring im Frühjahr ist entscheidend. Locktöpfe können helfen, klassische Fallen sind jedoch ineffektiv und wegen ihres hohen Beifangs in Deutschland (gemäß Bundesnaturschutzgesetz) verboten. Neben Vespa velutina geraten auch zahlreiche andere Insekten wie Honigbienen, Fliegen, heimische Hornissen und Wespen in die Fallen. Aktuell wird an selektiveren Fangmethoden geforscht. Hochwertiges Katzenfutter hat sich als wirksamer Köder erwiesen. Aufgrund seines hohen Protein- und Fettgehalts ist es eine attraktive Nahrungsquelle für die Hornissen. Die frühzeitige Erkennung von Vespa velutina-Nestern ist essenziell. Eine effektive Bekämpfung erfordert Monitoring, Aufklärungsarbeit und koordinierte Maßnahmen zur Nestbeseitigung.
Frühzeitiges Monitoring im Frühjahr ist entscheidend. Locktöpfe können helfen, klassische Fallen sind jedoch ineffektiv und wegen ihres hohen Beifangs in Deutschland (gemäß Bundesnaturschutzgesetz) verboten. Neben Vespa velutina geraten auch zahlreiche andere Insekten wie Honigbienen, Fliegen, heimische Hornissen und Wespen in die Fallen. Aktuell wird an selektiveren Fangmethoden geforscht. Hochwertiges Katzenfutter hat sich als wirksamer Köder erwiesen. Aufgrund seines hohen Protein- und Fettgehalts ist es eine attraktive Nahrungsquelle für die Hornissen. Die frühzeitige Erkennung von Vespa velutina-Nestern ist essenziell. Eine effektive Bekämpfung erfordert Monitoring, Aufklärungsarbeit und koordinierte Maßnahmen zur Nestbeseitigung.
Tropilaelaps – eine Gefahr rückt näher – Dr. Sebastian Spiewok
Milben der Gattung Tropilaelaps (vereinfacht auch Tropilaelaps-Milbe) stellen eine anzeige-pflichtige Bienenseuche dar. Bei Verdacht sollte eine Probe sichergestellt, eingefroren oder in Alkohol (z.B. in Met) eingelegt werden. Die Milbe ist jedoch schwer zu fangen und zu identifizieren. Ursprünglich auf die Asiatische Riesenhonigbiene (Apis dorsata) spezialisiert, hat sich Tropilaelaps mittlerweile auch an die Westliche Honigbiene (Apis mellifera) angepasst. 2024 wurde die Milbe erstmals im Grenzgebiet zwischen der Ukraine und Russland nachgewiesen. Das Vermehrungspotenzial von Tropilaelaps ist extrem hoch – etwa im Verhältnis 25:1 zur Varroamilbe (Varroa destructor). Ihr rapides Wachstum kann innerhalb eines Jahres zum vollständigen Zusammenbruch eines Bienenvolkes führen. Im Gegensatz zur Varroamilbe verursacht Tropilaelaps durch mehrfaches Stechen großflächige Wunden in der Brut. Symptome eines Befalls sind etwa ein lückenhaftes Brutnest und eine erhöhte Sterblichkeit der Brut. Eine effektive Prävention ist entscheidend, da es derzeit keine spezifischen Medikamente gegen Tropilaelaps gibt. Allerdings wirken biotechnische Maßnahmen und chemische Behandlungen gegen die Varroamilbe auch gegen Tropilaelaps. Besonders effektiv ist eine längere brutfreie Phase, etwa durch eine Brutentnahme, während das Ausschneiden von Drohnenbrut keine nachweisbare Wirkung zeigt. Mehr Informationen hier!
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Bienenzentrum OÖ – Danke für 2025 & Vorfreude auf 2026!
Auch das Bienenzentrum OÖ blickt auf eine äußerst erfolgreiche Erwerbsimkermesse zurück und ist sehr zufrieden mit der Resonanz. Besonders freut es uns, dass unsere Arbeit in Oberösterreich erneut mit viel Wertschätzung bedacht wurde. Ein Highlight war die starke Nachfrage nach unseren Publikationen, wie dem neuen Kinderbuch „Biodiversität – Was ist das?“ sowie dem Poster „Bienenfreundliche Bäume und Sträucher“. Viele Imker:innen, die uns bereits im vergangenen Jahr besucht haben, waren auch dieses Mal wieder vor Ort. Dies ermöglichte uns einen regen Austausch über interessante Entwicklungen und neue Ideen. Zudem konnten wir neue Kooperationen und Projektpartner, u.a. für unsere geplanten Versuche gewinnen. Für all das möchten wir uns herzlich bedanken – es war eine wunderbare Gelegenheit, unsere Arbeit weiter voranzutreiben und neue Impulse zu erhalten!
Resümee des österreichischen Erwerbsimkerbundes
Der Österreichische Erwerbsimkerbund zeigte sich äußerst zufrieden mit der diesjährigen Veranstaltung, die einen klaren Erfolg verbuchen konnte. Mit über 3.500 Gästen verzeichnete die Messe mehr Teilnehmer:innen als im Vorjahr, was die wachsende Bedeutung und das Interesse an der Imkerei widerspiegelt. Besonders die Workshops stießen auf großes Interesse und waren hervorragend besucht, was den hohen Informationsbedarf unterstreicht. Zudem wurde bereits der Termin für das kommende Jahr bekannt gegeben: Die 56. Fachtagung findet am 14. und 15. Februar 2026 statt.